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Utwór: Novembermond

  • wykonawca: Wary Approach
  • wyświetleń: 1149

Ziellos streif' ich durch das Dunkel,
   das schützend diese Welt umhüllt,
   der Mond verborgen hinter Wolken.
   Von Herbstwind ist die Nacht erfüllt.
   Sein kalter Hauch läßt Äste zittern,
   ein Frösteln läuft durch meine Glieder.
   Im schlanken Tanz der alten Zweige
   sinkt welk ein Blatt zur Erde nieder.
  
   Da lichtet sich die Wolkendecke,
   und dürre Gräser schimmern fahl;
   verloren scheint die Kraft des Sommers,
   Busch und Strauch sind schwarz und kahl.
   In stummem Flehen streckt ihre Arme
   die sterbend' Weide mir entgegen,
   doch hält der Sumpf sie eng umschlungen,
   zieht sie hinab, ohne sich zu regen.
  
  
  
  
   Verdorrt liegt eine rote Rose
   vergessen dort am Wegesrand.
   Wer immer hier vorüber schritt,
   verweht ist seine Spur im Sand.
   Am Feldesrand verlor'ne Halme,
   im Mondschein seh' ich sie verblichen.
   Das gold'ne Rauschen reifer Ähren
   ist Sensenhieben längst gewichen.
  
   Nun ist die Stille mein Begleiter
   und bricht doch nicht die Einsamkeit.
   Gewichen ist der Schutz der Nacht,
   zurück blieb die Vergänglichkeit.
   Im kalten Licht des vollen Mondes
   erkenn' ich den November hier,
   und langsam trifft mich die Erkenntnis:
   November ist es auch in mir.

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